Nur Wenige vertrauen der von Friedrich Merz geführten Regierung! Es fehlt offensichtlich am nötigen Willen, radikale Reformen in die Wege zu leiten. Sie bedeuten kurzfristige Schmerzen für das Volk, bringen aber eine langfristige Erholung des Staates insgesamt. So zumindest die Theorie vieler Fachleute!
Auch ein Herr Söder sieht das so. Allerdings spricht er davon, die Menschen mitnehmen zu müssen, was wiederum bedeutet, ihnen keine Schmerzen zufügen zu wollen. Das ist also die Crux! Die Rücksicht auf das voraussichtliche Wahlverhalten hat der verantwortliche Politiker immer im Blick. Die Wählerstimmen entscheiden, ob der Bundestagsabgeordnete seinen Arbeitsplatz behält!
Welcher Politiker würde sich also ungezwungen an die hohen Beamten-Pensionen wagen? Da debattiert man lieber mit zweifelhaften Argumenten über die sehr viel niedrigeren Renten. Generell sind die Reichen in Deutschland nicht das Thema, ob sie nun an der Börse sehr gutes, weil billiges Geld verdienen, oder derart hohe Gehälter bekommen, daß sie nicht mehr der gesetzlichen Versicherungspflicht in der Kranken- und Rentenversicherung unterliegen.
Ein Grund liegt in der Beschaffenheit des Bundestags. Dort werden die Gesetze gemacht, aber dort sitzen nur gut verdienende Abgeordnete, die nie am eigenen Leib spürten, wenn kurz vor Monatsende das Geld alle ist, bei denen Sparen zur täglichen Überlegung gehört. Jedermann weiß, ein Mindestlöhner wird einmal eine niedrige Rente erhalten, auch wenn er 45 Jahre gearbeitet hat! Muß das so sein? Sollen die Fleißigen in unserem Land nicht sozial abgesichert sein, ohne Angst vor der Zukunft haben zu müssen?
Mit dem Blick auf andere Länder wird auch dem größten Ignoranten klar, in der Bundesrepublik Deutschland sind die Renten im Durchschnitt zu niedrig. Österreich z.B. zahlt wesentlich höhere Renten und diese sogar 14 mal im Jahr. Das geht bei unserer Rentenkasse nicht. Deshalb muß eine grundsätzliche Änderung her! Die staatlichen Zuschüsse zur Rentenversicherung sind zu hoch, aber auch die versicherungsfremden Leistungen, die aus der Rentenkasse finanziert werden!
Eine Kommission soll jetzt über die Neugestaltung der gesetzlichen Rentenversicherung entscheiden. Wer wird sich durchsetzen? Die konservativen Bestandsbewahrer, die wissenschaftlichen Fachleute oder doch die Vertreter aus den Sozialverbänden von Arbeitgebern und Arbeitnehmern? Ist den Damen und Herren bewußt, daß ihnen ein großer Wurf gelingen muß?
Man sollte sie einsperren, wie bei der Papstwahl, sie sollten bei 'schmaler Kost' verhandeln müssen, bis ein gut geeignetes Lösungsmodell gefunden ist. Wahrscheinlich aber wird es zu einem 'faulen Kompromiß' zum Nachteil der sozial Schwachen kommen. Denn diese sitzen selbst nicht mit am Verhandlungstisch. Sie werden auch weiterhin die Brotkrumen derer essen, die von allem zuviel haben!
Die Vorstellung, der Reichtum in Deutschland würde annähernd gleichmäßig verteilt sein, sodaß jeder auskömmlich leben kann, wie es die Sozialisten ursprünglich vor hatten, wird für immer ein Traum bleiben!
-----------------------------------------------------------------------------------------------
Kommentare
Kommentar veröffentlichen