Oh wie schrecklich!

Unser neuer Außenminister - Johann, Walter, David, Rudolf "Jo" Wadephul - ist ein empathischer Kerl! Als er die urbanen Zerstörungen in einem Vorort von Damaskus, der Hauptstadt Syriens, vor Augen geführt bekommt, ist er erschüttert, kann sich nicht vorstellen, daß hier ein zivilisiertes Leben möglich sei!

Diese Meinung schreckt in Deutschland nicht nur viele seiner Parteifreunde auf. Der Bundeskanzler, mit dem sich "Jo" offenbar nicht abgesprochen hat, will von einer Million Syrern in Deutschland möglichst viele wieder nach Hause schicken, mit der Begründung, dort wird keiner verfolgt und das Land müsse dringend wieder aufgebaut werden!

Hui, ein krasser Gegensatz im Meinungsbild zweier Männer der gleichen Partei, wobei man anerkennen muß, der Außenminister beurteilt die Lage vor Ort, während Herr Merz seinen messerscharfen Blick aus der deutschen Heimat nach Syrien schweifen läßt. Ich meine, nebenbei bemerkt, es geht den Politikern jeglicher Art gar nichts an, was Menschen mit Aufenthaltsrecht in Deutschland zu tun oder zu lassen haben.

Aber Fritze Merz weiß den Großteil des Volkes hinter sich! Ein Drittel der in Deutschland lebenden Syrer bezieht 'Bürgergeld'! Einige von ihnen fallen durch Gewaltverbrechen auf, andere versuchen jedoch, sich zu integrieren und arbeiten z.B. in Krankenhäusern, wo sich deutsches Personal immer rarer macht. Das sage nicht ich, sondern Sven Schulze, der CDU-Mann für die kommende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, der gestern bei Lanz erzählte, seine Tochter sei bei einer Notfallbehandlung im Krankenhaus nur von ausländischen Fachkräften betreut worden!

Zurück zu unserem vorlauten Außenminister, der sich jetzt natürlich einem 'Shitstorm' stellen muß! Was ist das bloß für ein hirnloser Diplomat, der sich von seinen Gefühlen überraschen läßt und keine politisch korrekte Formulierung findet? Wo kam dieser Neuling her, der bereits in mehrere Fettnäpfchen getreten ist? Fehlt ihm schlicht und einfach die Berufserfahrung?

Nun soll Herr Wadephul auch noch gesagt haben, Syrien sieht schlimmer aus als Deutschland 1945! Oh, oh, oh, das ist starker Tobak! "Jo" kennt weder ganz Syrien noch hat er Deutschland im Jahre 1945 erlebt. Wer, wie ich, die Empathie-Fähigkeit des Außenministers hochhalten wollte, muß nun erkennen, der 'brave Soldat' Wadephul marschiert blindlings durch die Weltgeschichte!

Wir wollen sachlich bleiben! Gerade in Deutschland war der Wiederaufbau nach den verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg das große Thema. Viele Städte wurden nach alten Plänen neu errichtet, andere legten weniger Wert auf das alte Stadtbild. Ich weiß nicht, wie das in Syrien ist bzw. war, bin aber sicher, die Situation ist mit Deutschland vor 80 Jahren nicht vergleichbar!

Warum sollte ein Syrer, der in Europa Fuß gefaßt hat, dort seinen Lebensunterhalt verdient, das Risiko eines völligen Neuanfangs im zerstörten Syrien eingehen, welches zudem politisch nicht gefestigt ist? Ist es die Liebe zu seinem Heimatland, aus dem er einst geflohen ist, in dem er politisch verfolgt wurde?

Natürlich, es gibt auch Gegenargumente. Die 'Heimat' mit der eigenen Sprache ist wohl jedem Menschen wichtig. Doch in Syrien herrscht das Chaos! Dort ist nach 14 Jahren Bürgerkrieg kaum noch etwas so, wie es der womöglichen Erinnerung entspricht. Und wenn die Familie inzwischen auch in Deutschland lebt, warum dann wieder weggehen?

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Cosmea, Schmuckkörbchen!



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