Gestern ist es mir gelungen, meinem ersten Artikel 'Regentropfen' das Wasser abzugraben.😉 Es mußte sein. Die Nachricht von Laura Dahlmeiers Tod traf mich nicht unvorbereitet, war aber dennoch schockierend!
Wie immer geht das Leben weiter. Laura Dahlmeier kann nicht mehr 'aufstehen', doch der trauernde Rest der Welt folgt den schlauen Psycho-Berater-Sprüchen und steigt wieder in den Sattel. Wenn schon trauern, dann beim Ritt in neue Ungewissheiten, beim abermaligen Erhöhen des Risikos. Leben und Leben lassen, dem Sterben kann keiner entgehen!
Oder doch? Da gibt es Einen, der verspricht uns das 'ewige Leben'! Ausgerechnet denjenigen Gottes-Geschöpfen, die sich schon in der zweiten Generation aus niedrigen Beweggründen ermordeten. Spielt jetzt keine Rolle mehr, denn das 'Paradies' war schon mit Adam und Eva verloren. Der Gott des 'Alten Testaments' ist wie der Orang-Utan in Amerika! Er stellt halsabschneiderische Forderungen und droht mit knallharten Konsequenzen, falls er Widerspruch wahrnimmt.
Dennoch - wir sollen immer wieder aufstehen! Nicht nachdenken über das Warum und Wieso! Erleichtert stelle ich fest, in der Geschichte der Menschheit gibt es auch Gegenbeispiele. Der fiktive Kapitän zur See, John Franklin, wird als 'Entdecker der Langsamkeit' verspottet. Sein Denken hinkt in allem hinterher. So entwickelt er die Strategie, immer besonders intensiv nachzudenken, sich alles präzise einzuprägen, um bei Fragen schnell antworten zu können.
Eine lange Geschichte ohne Happy-End. Auf der Suche nach der 'Nordwest-Passage' bleiben John Franklins Schiffe im Eis stecken. Über 100 Mann laufen zu Fuß los, keiner überlebte. Merke: Das Aufstehen allein ist es nicht! Du solltest auch eine Ahnung davon haben, wohin des Weges! Kapitän Franklin dachte scharf und gründlich nach, fand aber keine Lösung!
Als meine Mutter vor zwanzig Jahren tot auf dem Küchenboden lag, während das Gulasch im Kochtopf blubberte, rief meine Freundin an. Sie startete ihre lange Autofahrt, wollte mich das erste Mal besuchen. Ich riet ihr zuhause zu bleiben, denn der Notarzt stellte soeben fest, das keine Hilfe mehr möglich war. Geschehen am 5.5.05, dem Himmelfahrtstag! Meine Freundin ließ sich nicht abhalten. Sie fuhr den vorgezeichneten Weg, während meine Mutter liegen blieb. Manchmal steckt in einem schockierenden Ende sogar ein wunderbarer Neubeginn!
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Wunderschöne Rose zu deinen Worten in diesem Beitrag, der betroffen macht-
AntwortenLöschenGut, dass man im Voraus nicht weiß, wie Menschen von einem gehen müssen-
Und wie tröstlich, dass sich eine neue Tür so unmittelbar für dich geöffnet hat.
LG :D
Ja, einen vergleichbaren Tag wie Himmelfahrt 2005 erlebte ich nie wieder. Und die Regeln, die mit der Aufforderung losgehen, "Du sollst...", mag ich nicht so gerne. Jede Lebenssituation ist eine andere und vor dem eigenen Handeln halte ich das Nachdenken für nötig! Der Eine tut es langsamer, der Andere schneller... 😉
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