Überraschung?

Soll man sich freuen, wenn der böse Angreifer in seiner brutalen Kriegsführung selbst empfindlich getroffen wird? Zerstörte Flugzeuge, eingestürzte Brücken, entgleiste Züge - Chaos in Russland, kurz bevor die Friedensgespräche beginnen.

Die Kriegsteilnehmer versuchen, ihre Verhandlungsposition zu verbessern. Als unerfahrenen Laien überraschen mich die Möglichkeiten der "Kriegskunst". Tausende Kilometer von der Heimat entfernt zerstören ukrainische Drohnen russische Flugzeuge. Soll ich das wirklich glauben? Wie verlässlich sind derartige "Erfolgs"-Nachrichten?

In den Zeitungen wird Präsident Selenskyj zitiert: "Ein absolut brillanter Erfolg!" Der ukrainische Geheimdienst "SBU" benötigte 18 Monate der Vorbereitung, bis er losschlagen konnte. Hatte er dabei russische Unterstützung? Gibt es in Russland "Helfershelfer", deren Interessen sich gegen Putins Regime richten?

Interessante Fragen, vielleicht nur Gerüchte bzw. Mutmaßungen. Nun wäre es wichtig zu wissen, ob die russische Bevölkerung weiterhin davon ausgehen kann, das militärische Vorgehen gegen die Ukraine würde sie selbst nicht betreffen! Der Kriegstreiber Putin schickt nicht nur Tausende seiner Soldaten in den Tod, er spielt womöglich auch mit dem Leben unschuldiger Menschen im kriegsfernen Sibirien!

Der wahrscheinlich erfolgreiche Angriff des ukrainischen Militärs auf russische Flugzeuge ändert erst einmal nichts an der bisherigen Gesamtsituation des Kriegsgeschehens, doch er läßt die Alarmglocken im Kopf des Kriegsverbrechers Putin schrillen. Seine größte Angst ist es, der Kritik im eigenen Lager nicht mehr Herr zu werden. Spätestens ein weiterer Angriff dieser Größenordnung wird ihm als "Schwäche" ausgelegt und diese kann sich der Mann im Kreml nicht erlauben.

Soll man sich freuen, wenn der Ukraine ein weiterer "absolut brillanter Erfolg" gelingt? Rückte dann der Frieden näher? Ginge dann das unselige Sterben im Bombenhagel endlich zu Ende?

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