Wir blicken heute einmal ohne Zorn auf Amerika. Was kann der riesige Kontinent dafür, daß er erst 1492 entdeckt wurde, zu einer Zeit, als im alten Europa die imposanten, gotischen Kathedralen ihre spitzen Türme schon erwartungsfroh in den Himmel richteten?
Jeder von uns kennt die Geschichte von Kolumbus, der unbedingt als Erster den Seeweg nach Indien finden wollte. Das ging im 15. Jahrhundert nur, wenn der König bzw. die Königin zustimmte. Infrage kamen damals der Portugiese Johann II. und Isabella I. aus Kastilien. Diese machte als spanische Königin das Rennen und Cristoforo Colombo, ein ungeduldiger Italiener aus Genua, segelte nach langen Jahren des Wartens als Vizekönig einer neuen Welt entgegen.
Auf einen Donald Trump traf Kolumbus nicht, der hätte ihn sofort wieder nach Hause geschickt. Cristoforo C. vermutete nach längerer Seefahrt über den Atlantik in Indien zu sein und nannte die erstaunten Ureinwohner 'Indianer'. Dank eines Knastbruders namens Karl May kennen wir heute den edlen 'Winnetou' und viele weitere Angehörige der 'First Nations'. Aber soweit sind wir noch nicht...
Plötzlich erkrankten und starben die Indianer wie die Fliegen und immer mehr 'Bleichgesichter' besiedelten das weite Land. Große Städte wurden aus dem Boden gestampft, was auf amerikanisch, wer hätte es gedacht, "stamp out of the ground" heißt. Dies galt vor allem für den Osten, im Westen duellierten sich noch die Revolvermänner, wie der legendäre 'Billy the Kid'!
In den 60er Jahren kam das Fernsehen in viele deutsche Wohnzimmer. Der unbestechliche John Wayne tat, was ein Mann tun muß und Gary Cooper verschob seine Hochzeitsreise bis nach zwölf Uhr mittags. Etwas humoriger ging es auf der 'Ponderosa' zu, wo das frauenlose Cartwright-Quartett jeden Sonntag 'Bonanza' tanzte.
Nun aber wackelte das Bild Amerikas. Für die meisten Deutschen waren die Amis immer noch die reichen Freunde, die in schwierigen Zeiten Westberlin mittels 'Luftbrücke' am Leben hielten. Doch dann wurde John F. Kennedy im offenen Auto erschossen und die Welt erfuhr, auch in Amerika gab es das Böse. Die täglichen Bilder vom Vietnamkrieg gingen gewaltig auf die Nerven. Groß war die Freude allerdings, als Neil Armstrong den Mond betrat. Dergleichen konnte nur den genialen Amerikanern gelingen, die auch den kürzesten Weg vom Tellerwäscher zum Millionär kannten!
Mit zwei Ausnahmen! 'Arnold Schwarzenegger', der Muskelprotz, brachte es bis zum Gouverneur von Kalifornien und 'Falco', ebenfalls ein Österreicher und musikalisches Ausnahmetalent, rockte seinen 'Amadeus' so schön, daß ihn die Amis zur Nummer 1 kürten!
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