Meine unstillbare Neugier drängt mich hin zu folgenden Fragen: "Was versprechen sich die Wähler und Wählerinnen von ihrer Partei, der AfD?" "Warum braucht Deutschland eine rechtsextreme Partei?" "Was würde die AfD besser machen als alle anderen Parteien, die während der letzten zehn Jahre in Regierungsverantwortung standen?"
Wo finde ich den wortgewaltigen, schlauen Sympathisanten der AfD, der mir diese Fragen beantwortet? Da ich um mich herum keinen AfD-Insider kenne, muß ich mich also ans Führungs-Personal der rechtsextremen Partei halten.
Frau Alice Weidel wurde in den diesjährigen Wahlkampf als Kanzler-Kandidatin geschickt, obwohl die AfD wußte, keine andere Partei würde mit ihr koalieren. Das hieß, keine glaubhafte Kandidatur, aber viel 'Fernsehzeit' für Frau Weidel. Die AfD will raus aus der EU, den Euro abschaffen, eine 'Reimigration'.
Zwanzig Prozent der deutschen Wähler wollen das auch! Warum? Weil sie unzufrieden mit der Regierung sind? Weil sie denen da oben nicht mehr vertrauen? Weil sie sich benachteiligt fühlen? Bullshit!!! Deshalb muß ich keine rechtsextreme Partei wählen! Welche Gründe gibt es noch? Wo ist ein schlaues Gesetzesvorhaben der AfD, das unserem Land helfen könnte? Ach, die Rechtsextremen wollen gar nicht helfen, sie wollen das 'herrschende System' in Deutschland in die Knie zwingen!
Es gibt tatsächlich viel zu tun. Manches könnte besser laufen. Aber ein Land wie unseres kann man nicht neu erfinden oder abschaffen. Ein Land wie Deutschland hat eine Vergangenheit, zu der wir uns bekennen müssen. Adolf Hitler war kein 'Linker', wie Frau Weidel meinte. Er war ein Kriegsverbrecher der allerschlimmsten Sorte! Seine Untaten lassen sich nicht beiseite wischen wie ein 'Fliegenschiß'! Noch schlimmer wäre eine Wiederholung seiner Verbrechen.
Die AfD tut eine Menge, um die Greuel der Nazizeit zu leugnen oder zu verharmlosen. Wer nicht begreift, daß eine solche Partei in Deutschland nicht wählbar ist, dem fehlt es an jeglicher geistig moralischer Reife! Das Recht auf freie Meinungsäußerung bedeutet nicht, jeden Unsinn erzählen zu dürfen, sondern sich seines Tuns bewußt zu werden und nur das zu wollen, was man den Anderen gegenüber verantworten kann.
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