Wer´s glaubt, wird selig!


Fritze Merz jettet mit seinem eigenen Flieger über das brachliegende Europa dahin. Über den Wolken entleert er seine prall gefüllten Taschen. Er ist Gott, er bringt der Menschheit Heil und Segen. Wohlstand für alle, ab dem ersten Tag seiner Regentschaft!

Gott braucht kein Flugzeug. Gelassen begleitet er Fritze Merz auf seinem euphorischen Höhenflug. Fritze bemerkt ihn und ruft: "Wer bist Du?" Gott lächelt gütig und sagt: "Ich tanke Deinen Flieger auf, falls Du auch nach Moskau willst!"

"Danke, danke", antwortet Fritze Merz, "ich bekomme, falls nötig, von Wladimir günstigen Sprit." Jetzt wird Gott nachdenklich und fragt: "Du machst mit Kriegsverbrecher Geschäfte?" Der fliegende Bundeskanzler hätte nun doch gerne gewußt, wer ihm da ins Gewissen redet. Aber seine Euphorie ist grenzenlos. Er duldet keine Gleichberechtigten an seiner Seite und droht lachend: "Hau ab, Alter, ich bin der 'rote Baron', der im 1. Weltkrieg 80 Flugzeuge abgeschossen hat!"

"Der Kerl ist nicht ganz dicht", denkt sich Gott Vater und ruft seinen Sohn an: "Hey, Jessi, hast Du kurz Zeit, dann komm´ doch mal mit dem Jagdbomber vorbei". Kaum gesagt, schon sieht Fritze Merz ein riesiges Flugzeug im Rückspiegel. "Verdammt, jetzt wird es ernst!" 

Beim Verteidigungsminister klingelt das rote Telefon: "Mayday, mayday! Der Bundeskanzler wird von einer unbekannten Macht bedroht. Sturzflug zur Erde!" Baron von Richthofen, alias Fritze Merz, entpuppt sich als wahrer Flugkünstler und landet sicher auf dem 'Roten Platz' in Moskau. Wladimir sieht aus dem Fenster. Er kann es nicht glauben, als er den neuen Bundeskanzler Deutschlands aussteigen sieht. Nach hinten ruft er: "Sergej, haben wir heute noch einen Termin?"

Plötzlich kommt Lärm auf. Jessi landete mit seinem Jagdbomber direkt hinter dem Flugzeug Merzens. Wladimir hat die Wagner-Gruppe im Verdacht, springt elegant unter das Sofa und ruft nach seiner Leibgarde. "Himmelherrgott, wo seid ihr denn!" Da wird er schon an den Beinen unter dem Sofa hervorgezogen. "Keine Angst, mein Freund, ich bin der fleischgewordene Menschensohn!"

Wladimir versteht gar nichts mehr und denkt, im Notfall hilft eine Flasche Schnaps. So saßen zwei Götter, der Fritze und Wladimir gemütlich am Tisch und tranken darauf, daß die Welt in Frieden leben könnte, wenn nicht jeder gleich zu den Waffen greifen würde.

Währenddessen steigt in Rom weißer Rauch aus dem Schornstein: "Habemus papam!"

------------------------------------------------------------------------------------


     


 

Kommentare