Krieg und/oder Frieden!


Wie ist das mit dem Krieg? Wer macht da wirklich mit, wenn es bei der Verteidigung des Vaterlandes darum geht, sein Leben einzusetzen?

Ein in Afghanistan schwer verwundeter deutscher Soldat erzählte bei "Lanz", wie er mit einer handvoll Kameraden in einen Hinterhalt geriet und um sein Leben kämpfte. Er würde es wieder tun, meinte der uniformierte Stabsfeldwebel treuherzig, sein damaliger Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg saß neben ihm. Ein tapferer Mann, leider sichtlich gezeichnet vom unnötigen Einsatz einer schlecht ausgestatteten Bundeswehr am Hindukusch.

Meinungsumfragen ergeben kein klares Bild. Ich denke, viele hätten im letzten Moment die Hosen voll und würden den "Dienst an der Waffe" verweigern. Der bereits angesprochene Markus Lanz sagt es deutlich: "Trotz abgeleisteten Wehrdienstes wäre ich niemals ein Kriegsteilnehmer!"

Aus der Weltliteratur kennen wir "Krieg und Frieden". Tolstoi als Pazifist. Wir müssen beides zusammen denken. Es heißt nicht Krieg "oder" Frieden, entscheidend ist das Wort "und". Die hochbetagte Friedensaktivistin Yoko Ono stellt im Berliner Gropiusbau aus, über 50 Jahre nach John Lennon und "Imagine".

Der Mensch kennt den Krieg erst, nachdem er seßhaft wurde, seinen "Grund und Boden" zu verteidigen hatte. Ein Blick in die menschliche Frühgeschichte offenbart uns das. Eine ukrainische Drohnenpilotin wiederum zeigt, wie grausam das Kriegstreiben vor sich geht und was es mit den Kriegsteilnehmern "anstellt".

Der Krieg verändert alles. Unsere intellektuellen Fähigkeiten finden keinen sicheren Hafen mehr. Die Friedenssehnsucht steigt ins Unermeßliche, weil der Tod wahrscheinlich wird. Immer mehr Waffen sind vielleicht eine politische Lösung, aber kein Weg zur persönlichen Erlösung von der allgegenwärtigen Angst. Es ist wahrscheinlich leichter, im Kampf zu sterben, als das sinnlose Opfer brutaler Gewalt zu werden.

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Sag mir, wo die Blumen sind...


 


   

















 

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