Wie angenehm war es doch, die Anführer der "Grünen" als nervende Besserwisser hinzustellen. Das begann vor Jahren mit dem Gemüse-Mittwoch, dem Veggieday, und führte über die stromgewinnende Dachbebauung zur Wärmepumpe des Herrn Habeck. Der deutsche Michel strafte die 20%-Partei ab, welche in besseren Zeiten von der baerbockschen Kanzlerinnenschaft träumte.
Jetzt ist der amtierende Bundeskanzler Merz, zusammen mit seinem Generalsekretär Linnemann, in so ein eigentlich grünversifftes Fettnäpfchen getreten. Als Freund des gepflegten Rasenballsports fiel mir sofort ein geflügeltes Wort des leider viel zu früh verstorbenen Fußball-Weltmeisters Andreas Brehme ein: "Hast Du Scheiße am Fuß, hast Du Scheiße am Fuß!"
Darüber gilt es nachzudenken, Herr Merz, wenn man seinem Volk "Faulheit" vorwirft, ohne sich dafür interessiert zu haben, welche Reaktion vom uneinsichtigen, sich "fleißig" wähnenden Staatsbürger zu erwarten ist. Eine fehlerhafte Statistik beweist gar nichts. Schnell geschossen - stets verdrossen, Jason King, wer kennt ihn noch, läßt grüßen!
Heutzutage weiß selbst das naive Milchmädchen, Kritik darf nicht direkt vor die Füße des Delinquenten geworfen werden. Erst ein Lob und Verständnis äußern, dann die verschleierten Vorwürfe durch die Hintertür. Etwa so: "In unserem großartigen Land; Deutschland, Deutschland über alles; soll es immer noch Menschen geben, die keinen Finger rühren wollen, um den Reichtum leidender Millionäre zu vermehren. Stattdessen beantragen sie Bürgergeld und leben in bezahlten Wohnungen in Saus und Braus!"
Sie haben ja recht, Herr Merz! Die Reichen arbeiten nicht und warten ab, daß sich ihr Geld bei günstigen Steuern auf dem Konto vermehrt. Das ist viel klüger als selbst zu arbeiten, denn "Arbeit" ist teuer, da bleibt vom Brutto nach Abzug aller Kosten viel zu wenig übrig. Auch die Auszahlung von Überstunden lohnt sich nicht. Der Progressionsvorbehalt, ohje!
Drehen wir den Spieß einmal um, Herr Bundeskanzler! Wie wäre es mit einer fleißigen Regierung, die für bezahlbaren Wohnraum und einer pünktlichen Eisenbahn sorgt. Einer Regierung, die Frieden schafft und nicht Unsummen für Rüstung ausgibt. Einer Regierung, die in der Opposition mit dem Festhalten an der Schuldenbremse alle Bemühungen um eine Erholung der Wirtschaft abgewürgt hat und jetzt schleunigst umdenkt. Einer Regierung, die...
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