Divers - pervers?

Mir gefällt ja der Ausdruck "Erkenntnisgewinn" ungemein gut, da ich selbst in einer Phase angestrengten Nachdenkens feststellen mußte, wirkliche "Erkenntnisse" lassen sich nicht einfahren wie das Heu auf einer Sommerwiese. Soll heißen, eine "Erkenntnis" reift nicht in der Phase des Nachdenkens, sondern immer erst in der noch ungewissen Zukunft.

Da die Menschheit aber dazu verdammt ist, ausschließlich in der Gegenwart zu leben, ist ein "Erkenntnisgewinn" also nicht möglich. Sollte ihr Ehemann sich dahingehend äußern, verstanden zu haben, daß ihnen seine häufig wechselnde Geschlechtspartnerinnen gewaltig auf die Nerven gehen, wissen Sie bescheid und glauben ihm kein Wort! Das gilt natürlich auch im umgekehrten und gleichgeschlechtlichen Falle! 😉

Jetzt sind wir bei der "Diversität" angelangt. Nicht umsonst besteht eine sprachliche Nähe von "pervers" zu "divers". Die Existenz eines "diversen" Menschen ist nur in einem degenerierten, westlich-europäischen Kulturkreis möglich. Die Naturvölker wissen nichts von einem dritten Geschlecht. Das Gleiche gilt für die Nazis und sonstige Rassisten.

Wenn ich also nicht das bin, was ich sein will, steht mir das Leben nicht offen. Wie soll ich vom Tellerwäscher zum Millionär werden, wenn mir die Vorstellung, ein Tellerwäscher zu sein, völlig zuwider ist. Mir fehlt ja auch die Möglichkeit des Erkennens, ob sich innerhalb meiner Diversität eine Änderung ergeben kann.

Grundsätzlich ist also die Unmöglichkeit des "Erkenntnisgewinns" zu bedauern. Es bleibt die Hoffnung auf ein zukünftiges "Ereignis", das uns die Schuppen von den Augen fallen läßt. In meinem Fall war es das unzweifelhafte Wissen um die einzigartige Bedeutung der "Menschenliebe". Auch wenn jetzt mein Text eine ganz andere "Note" bekommt, will ich das zum Schluß erwähnen. Lachen ist gut, lieben auch!

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