Es ist ja im Grunde sehr erfreulich, wenn ich noch am gleichen Abend Zustimmung zu meinen Thesen erhalte. Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Herr Winfried Kretschmann, fordert bei "Lanz" die bundesdeutsche Bevölkerung auf, wieder länger zu arbeiten. Nur so sei die "Wirtschaft" voranzubringen.
Er selbst gehe als 76jähriger mit gutem Beispiel voran, arbeite viel, aber sei natürlich nicht mit dem berühmten Dachdecker vergleichbar, der schon mit 56 Jahren nicht mehr geradeaus laufen kann. So ist das eben im Laufe eines langen Beruflebens, der eine bekommt weiche Knie, während der andere zu Mitternacht im Fernsehstudio sitzt.
Herr Kretschmann ist sicher kein schlechter Politiker, aber trotz seiner schicken, lindgrünen Brille auf einem Auge blind. Mit 76 Jahren sollte keiner mehr arbeiten und dieses Festhalten an der Macht auch noch als vorbildlich darstellen. Für viele Menschen gelten da andere Regeln. Mein Vater mußte mit 65 Jahren seinen Job als Hausmeister bei der AOK aufgeben, obwohl er gerne noch weitergemacht hätte.
Ich selbst war heilfroh, eine Altersteilzeit-Regelung annehmen zu können. Dieses "Modell" der Arbeitszeitverkürzung wird heute nicht mehr angeboten. Wie gestern gesagt, es geht jetzt darum, die neuen Bedingungen einer Zeit anzuerkennen und zu verstehen, in der die alten Konzepte nicht mehr funktionieren.
Es klingt bitter, aber die Jungen müssen jetzt mehr arbeiten als es die Alten in fetteren Jahren getan haben. Erst wenn der Karren aus dem Dreck gezogen ist, die Wirtschaft wieder boomt, können wir insgesamt neu nachdenken. Winfried Kretschmann, der ehemalige Kommunist, sieht das Wohl der Autoindustrie in seinem Bundesland gefährdet. Er weiß, auch Porsche und Mercedes-Benz müssen elektrisch fahren. Vielleicht erlebt es der alte Mann nicht mehr, doch den Weg muß er bereiten.
Viele Menschen erkennen die großen Veränderungen im Weltgeschehen noch nicht. Einem Präsidenten Trump muß so früh als möglich das Handwerk gelegt werden. Der Krieg in der Ukraine ist zu beenden, ebenso im Nahen Osten. Die Angst vor den Mächtigen darf vernünftiges Handeln nicht lähmen!
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