Nun sind sie da und schon stellt sich die Frage: "Was werden sie bringen"?
Ich spreche von den Menschen auf der Straße, vom Stinkefinger gegen 'rechts'. Ich spreche von täglichen Protesten vieler Vernünftiger gegen die sich in Deutschland ausbreitende, rechtsradikale Gesinnung. Die Betroffenen wissen, wer gemeint ist. Wie ein krebsartig wucherndes Geschwür blüht die AfD auf, sieht ihre politische Verantwortung für einzelne Bundesländer in nicht allzu ferner Zukunft für gekommen.
Drei dieser Landtagswahlen finden im September diesen Jahres statt. Alle im Osten, Sachsen, Brandenburg, Thüringen. Dort ist die AfD besonders stark. Wenn sie in einem dieser Bundesländer die stärkste Partei wird, darf sie den Ministerpräsidenten stellen, vorausgesetzt, sie erhält die 'absolute Mehrheit' oder sie findet einen Koalitions-Partner, mit dem zusammen sie eine Mehrheit der Sitze im Landtag erreicht.
Die AfD ist eine Partei, die nach demokratischen Spielregeln gewählt werden kann. Dennoch ist der vom Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestufte Björn Höcke Kandidat der AfD für den Posten des Ministerpräsidenten in Thüringen. In dieser Situation demonstrieren also Hunderttausende gegen die AfD. Deren potentielle Wähler wiederum sind teilweise auch Protestierende, vor allem gegen die Migrations-Politik der aktuellen Regierung.
Die meisten von uns wissen das alles, kennen den Status Quo. Spannung liegt in der eingangs gestellten Frage: "Was bewirken Menschenmassen, die jetzt auf die Straße gehen und keine rechtsextreme Politik wollen?" "Wieviele Menschen zählen zum harten Kern der AfD, lassen sich durch nichts von ihrem Wahlverhalten abbringen?"
In der Vergangenheit sahen wir Entwicklungen bei der Zustimmung zu Parteien, die noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten wurden. Bundeskanzler Scholz, bei der letzten Bundestagswahl verlacht und verspottet, zog ins Kanzleramt ein, obwohl er nach Umfragen lange keine Chance zu haben schien. Heute wiederum hat er und seine Partei jeden Kredit verspielt und tümpelt flügellahm in nie gekannten Untiefen.
Ich wünsche den Sympathisanten der AfD, daß sie die Kraft haben, in großen Scharen das sinkende Schiff zu verlassen. Des Weiteren hoffe ich, nach einer gründlichen Kopfwäsche wären die Flecken im Charakter beseitigt und die sich einstellende Läuterung würde den Blick frei machen für die wesentlichen Voraussetzungen eines friedlichen Miteinanders aller Menschen.
Der von mir verehrte Hermann Hesse dichtete 1941:
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben"
Er war krank, dachte über Leben und Tod nach. Es herrschte Krieg, die Zeiten waren schlecht. Da philosophiert man gerne über einen neuen, zaubervollen Anfang. Wie schön wäre es, wenn der Krieg in der Ukraine, im Nahen Osten und im Jemen zu Ende wäre, wenn sich Völker und Rassen nicht mehr ausrotten wollten. Um so schlimmer empfinde ich die Versuche der AfD, auf heimischen Grund und Boden eine Selektion durchzuführen. Eine Auswahl zu treffen, nach dem Motto: "Die Guten dürfen bleiben, die Schlechten müssen gehen".
Wir Deutsche begannen in der Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs die ganze Welt zu bereisen. Es machte uns Spaß und Freude, unbekannte Menschen und Kulturen zu entdecken. Wenn diese Menschen nun zu uns kommen, ihre Kultur mitbringen, sind wir erschrocken und glauben, uns wird das gute Deutsche geraubt und das böse Undeutsche gebracht.
Solches Denken ist mir widerwärtig. Ich will es nicht, aber ich schäme mich für diese kleinkarierten Arschlöcher. Leider werden es immer mehr, nicht nur hierzulande!
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Heute möchte ich euch die 'Zinnie' vorstellen, oder besser 'Garten-Zinnie', wie sie mein Pflanzenerkennungs-Programm bezeichnet. Benannt nach einem Herrn Zinn aus dem 18. Jahrhundert. Eine schöne, interessante Blüte mit unterschiedlichem Aussehen, je nach Entwicklungsstand. Ursprünglich kommt die 'Zinnie' aus Mexiko.
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