Heute Abend singen wir wieder: "Einigkeit und Recht und Freiheit, für das deutsche Vaterland..." Anschließend versucht eine Auswahl junger, sportlich starker Männer einen klebrigen Ball in ein relativ kleines, gut behütetes Tor zu werfen. Je öfter, desto besser. Das ganze würde ohne Gegner keinen Sinn ergeben. So wird der unseren eine dänische Mannschaft gegenüber stehen, die es gewohnt ist, sportliche Auseinandersetzungen wie heute Abend erfolgreich zu bestehen.
Noch besteht Hoffnung. Der kleine, lästige Zipfel am nördlichen Ende unserer bundesdeutschen Republik könnte abgeschnitten werden, in den Fluten des Kattekat und Skakerrak versinken, oder auf die gierige Nordsee hinausgespült werden. Naja, wie sagte der altersweise Schweizer Alpen-Guru auf der Milka-Alm: "Be cool, man!" Die Handballer sind faire Sportsleute. Sie maulen nicht lange herum, wenn der Schiri pfeift, weil sie einen Schritt zu weit gegangen sind.
Es kommt, das muß ich bestimmten Leuten immer wieder sagen, keinem Weltuntergang gleich, wenn meine favorisierte Mannschaft am Ende einer sportlichen Auseinandersetzung als 'Verlierer' dasteht. Das liegt gewissermaßen in der Natur der Sache. Wer sportlich fair gekämpft, sein Bestes versucht hat, der ist auch eher ein 'zweiter Sieger' als ein 'Verlierer'!
Und - jetzt kommt's - der Gewinner wird seinem Gegner - der ihn ja durch seine Teilnahme am Wettkampf zum Gewinner gemacht hat - immer Respekt zollen, denn sonst ist seine eigene Leistung nichts wert. Das ist das Zauberwort! Zwei Menschen zeigen sich sowohl in der sportlich körperlichen, als auch in der allgemein verbalen Auseinandersetzung 'respektvoll', weil sie um die unantastbare Würde des Anderen wissen.
Umgekehrt gilt, wer lügt und betrügt, wer wissentlich Falsches behauptet, steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. Er ist - politisch gesehen - kein Demokrat. Nun dürfen wir einmal in den Reihen der Politiker durchzählen, wie viele aufrechte Demokraten werden wir noch finden? 😉
Vielleicht ist ja doch das Volk das größere Problem, welches sich in den 'sozialen Medien' beschimpft, beleidigt und bedroht. Der offene und versteckte Antisemitismus beginnt mit respektlosem Verhalten gegenüber Juden. Aber so ist es schon immer gewesen. Der Einzelne ist schwach, verführbar, sich des Ausmaßes seines Tuns oft nicht bewußt. Meine Forderung, mein Ruf nach 'Respekt' scheint das Herbeisehnen einer idealen Welt zu sein, die es noch nie gab und auch in Zukunft nicht geben wird.
Dennoch, wenn die Mülltrennung sinnvoll ist und von vielen Menschen praktiziert wird, dann könnten wir auch einmal versuchen, in unseren Köpfen die Spreu vom Weizen zu trennen. So schwer kann es nicht sein, einen zweiten Gedanken zuzulassen, der etwas tiefer in den Stoff eindringt als das vielgepriesene Bauchgefühl, oder die einfach gestrickten Blaseninhalte.
-------------------------------------------------------------------------------
Respekt flößen uns meist großartige Dinge ein. So schauen wir heute einmal durch die andere Seite des Fernglases, auf Kleines, Unscheinbares, vielleicht sogar Minderwertiges.

Hier bin ich bei Sport gelandet, ist nicht meine Sache...
AntwortenLöschenAlles Andere entlockt mir nur einen tiefen Seufzer, doch bei deinen schönen Fotos steigt in mir auf eine leise Ahnung von Frühling, hach, wenn man ihm doch unbeschwerter entgegen leben könnte...
Ein schönes Wochenende wünsche ich dir ☕🍰🌞
Bis später :D
Hallo B.,
AntwortenLöschendanke für Deine Worte! Morgen soll die Sonne scheinen, da klappt es dann auch bei mir mit der Frühlingsahnung. ;-) Es wäre wirklich eine Freude, wenn der 'Weltschmerz' in diesem Leben noch einmal vorüber ginge, obwohl ich schon in der Lage bin, mich über vieles zu freuen.
Auch Dir ein schönes Wochenende!