Kaum ist ein Beitrag in meinem Blog veröffentlicht, schon verliert sich mein Interesse an ihm. Es gilt, neue Ideen zu entwickeln, das weite Feld der Phantasie blühen zu lassen und natürlich auch zu beackern, denn Knochenarbeit ist gefragt, beim Ringen um Worte, bei der Ausgestaltung einer hoffnungsvollen Geschichte. Am Ende soll das fertige Produkt leicht wie eine Feder im Kopf des Lesers ankommen, dort auf fruchtbarem Boden Wurzeln treiben und dem Leser den Eindruck vermitteln, er hätte das, was er las, gerade eben selbst denken wollen.
Die Welt ist grausam, wir wissen es. Wer beim Schreiben nicht depressiv wurde, wer die Suizid-Gedanken vertreiben konnte, der muß sich schließlich der gnadenlosen Kritik eines Denis Scheck stellen. Seine Spezialität: Spiegel-Bestseller öffentlich in die Tonne kloppen! Oder denken wir an den Übervater der Literaturkritik, den seligen Marcel Reich-Ranicki. Mit krächzender Stimme, auf der Basis eines nur ihm eigenen Singsangs, deckte er die Schwächen hoffnungsvoller Schreiberlinge auf. Andererseits, von Reich-Ranicki 'verrissen' worden zu sein war aller Ehren wert.
Vielleicht sollten wir alle weg vom Streben nach dem Besten, dem Einzigartigen, dem ganz Besonderen. Ein elitäres Dasein können nur die Wenigsten verwirklichen. Mir persönlich ist ein Lob für einen gut geschriebenen Beitrag sehr viel wert. Es zeigt, wenn an einem guten Tag alles gelingt, kann ich es. Aber dann ist es auch gut. Wiegesagt, es gilt, Neues zu schreiben, nicht im Vergangenen zu rühren wie James Bond in seinem immer gleichen Martini. 😉
Als ich heute morgen dann doch mal einen älteren Beitrag las, stellte ich erschrocken fest, einige Fotos wiederholt gezeigt zu haben. Strafe muß sein, deshalb gibt es heute eine Reihe von Bildern, die ich alle gestern aufnahm. Viel ist vom Frühling noch nicht zu sehen, aber... schaut doch mal hin!
Weiter im Text. Mark Twain soll einmal gesagt haben, beim Schreiben liegt ein gewaltiger Unterschied zwischen dem besten und dem zweitbesten Wort. So ist es. Und ich kann hinzufügen, das Gleiche gilt für das Fotografieren. Das zweitbeste Foto ist gegenüber dem Besten nichts wert. So beantwortet sich die oben gestellte Frage von selbst: Nie zufrieden sein und immer weiter machen. Im unendlichen Reich der Worte, in der alles umfassenden, oft noch unbekannten Natur. Es gibt noch sehr viel zu sehen, zu entdecken, zu bewundern. Dabei lassen wir die 'künstliche Intelligenz' besser beiseite. 😉
...ja, wunderbare Aufnahmen!
AntwortenLöschenDoch wie sich dieses Kätzchen ganz oben an den Zweig schmiegt, noch halb geschützt von der Schale, bevor es sich aufrichtet um zur Blüte zu gelangen, ist eine unvergleichliche Momentaufnahme 🤩
Auch hier gibt's zur Zeit sonniges, schon fast frühlingshaftes Wetter.
Mark Twain kann ich nur unterstreichen, ich selbst liebe die deutsche Sprache, besonders auch ältere Formulierungen, die heute kaum noch jemand kennt.
Vor einiger Zeit lief mir der Begriff "schuriegeln" :) in einem Film wieder über den Weg, der wird dir sicher noch geläufig sein.
Die KI ist mir nicht ganz geheuer, bin gespannt, ob sich diese Entwicklung auf Dauer beherrschen lässt 🤔
Bis später LG :D
Die Weidenkätzchen faszinieren mich jedes Jahr. Sobald sie gelb werden, fallen die Bienen über sie her. Dann könnte ich stundenlang stehen bleiben und die fleißigen Insekten fotografieren. Auffällig ist, Hummeln sind kaum zu sehen, obwohl diese bei tieferen Temperaturen ausfliegen als Bienen. Die wärmende Sonne wirkt Wunder bei der Entwicklung der Kätzchen.
AntwortenLöschenDie Liebe zur deutschen Sprache verbindet uns. Allerdings muß ich mir manchmal im Internet Gewißheit verschaffen, um Zweifel zu klären. 😕Es gibt im Deutschen sehr viele Ausnahmen von der Regel, so hat man zumindest früher Redewendungen klein geschrieben. Ich denke, wer nicht hier geboren wurde, wer als Kind keine Möglichkeit hatte, regelmäßig eine Bücherei zu besuchen, entwickelt nur schwer eine nachhaltige Liebe zur komplizierten deutschen Sprache.